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86. Pflegestammtisch PDF Drucken E-Mail

FORUM ZUR VERBESSERUNG DER SITUATION PFLEGEBEDÜRFTIGER e.V.

Claus Fussek Tel. 309 04 86 51 Christiane Lüst Tel. 89 311 054


86. M Ü N C H N E R P F L E G E S T A M M T I S C H

Mittwoch, den 14. April 19 Uhr Löwenbräukeller Stiglmaierplatz


BURN-OUT BEREITS IN DER ALTENPFLEGEAUSBILDUNG ?

Mindestlohn in der Pflege - kein Grund zum Jubeln !

 

„Eine gute praktische Ausbildung darf doch kein Zufall, keine Glücksache sein!" fordert die engagierte und erfahrene Lehrerin für Pflegeberufe MANUELA MARIA MÜLLER aus Friedberg bei Augsburg. Sie beobachtet bereits im ersten Ausbildungsjahr Burn-out bei zahlreichen motivierten Schülerinnen und Schülern. „Wenn meine Schüler aus der Praxis erzählen, muss ich mich manchmal „nur" setzen ...manchmal wird mir schlecht, manchmal ist es mir zum Weinen und manchmal fühl ich mich wie eine Mitwisserin an einem Verbrechen....!" Viele Schüler und Schülerinnen klagen über mangelnde Anleitung , berichten über unverantwortliche Arbeitsbedingungen, fühlen sich häufig überlastet, überfordert und „verheizt". In vielen Einrichtungen herrscht ein Klima der Angst - über diese bekannten Zustände schweigen leider auch die meisten Altenpflegeschulen!

 

„Ausbildung ist unsere Zukunft - nur so stellen wir sicher, dass wir auch zukünftig hochqualifizierte MitarbeiterInnen zur Verfügung haben.. Wir bilden die Pflegekräfte aus, die uns im Alter versorgen und pflegen werden!" Die Krankenschwester und Heimleiterin des Caritas-Pflegezentrums St. Hildegard in Pöttmes CENTA PLÖCKL engagiert sich . zusammen mit der Altenpflegeschülerin CORNELIA SCHMID, den Krankenschwestern STEFANIE BECK und ANDREA NEUKÄUFER für eine Verbesserung der Ausbildung in der Altenpflege und fordert u.a. „Vermittlung von hoher fachlicher und sozialer Kompetenz, von Werten wie Nächstenliebe, Würde und einer positiven Einstellung zum Leben und Freude am Beruf".

 

Der Leiter des Fachbereiches Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen bei der Gewerkschaft ver.di in Bayern DOMINIK SCHIRMER kämpft seit vielen Jahren für eine angemessene Bezahlung der Pflegekräfte und fordert die Vereinbarung eines bayerischen Branchentarifvertrages für Pflege und soziale Dienste: „Es gilt zu verhindern, dass weiterhin derjenige Wettbewerbsvorteile hat, der Pflegekräfte am schlechtesten bezahlt!" Für die Mindeststundenvergütung von 8,50 EUR , die ab dem 1.Juli 2010 in der ambulanten und stationären Altenpflege gelten soll, besteht seiner Meinung nach „kein Grund zum Jubeln, im Gegenteil, es ist weiterer Handlungsbedarf deutlich vorhanden!" Außerdem wird Herr Schirmer über die „gemeinsame Initiative der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Bayern und der Gewerkschaft ver.di zum Wert sozialer Arbeit" berichten.

 

aktuelle Literaturempfehlungen:

- „Die Reise ins Vergessen" - Leben mit Demenz (Spiegel-Sonderheft „Wissen" Nr.1/2010 7,50 EUR - aktuell am Kiosk und im Zeitschriftenhandel erhältlich)

- „Wie wollen wir sterben?" (Ein ärztliches Plädoyer für eine neue Sterbekultur in Zeiten der Hochleistungsmedizin" Michael de Ridder DVA Verlag

 

 

 
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